Die Drei ??? - Print 207 - Kelch Des Schicksals

Warum benimmt sich Justus' Onkel Perceval so seltsam? Die drei Detektive kommen nicht nur einem Familiengeheimnis, sondern auch einem millionenschweren Fall auf die Spur.


Die Drei Fragezeichen

Fall 207
Kelch Des Schicksals

Kari Erlhoff

Hardcover - 2020.03
ISBN: 9783440154977

eBook - 2020.03
ISBN: 9783440157992

Verlag: Kosmos
Seiten: 144


Kapitel
01. Milch, Blut und Eiscreme
02. Das Ding in der Dunkelheit
03. Schmerzen
04. Sunset Drive Nummer 54
05. Verräterische Spuren
06. Willkommen im California Inn
07. Verfolgung
08. Frühstück bei Clementine
09. Gefährliche Ermittlungen
10. Recherchen und Archiv
11. Wasserschaden
12. Etwas stimmt nicht
13. Coldfield
14. Überraschungsangriff
15. Erdbeeren und ein Labyrinth
16. Der Unfall
17. Ein Mann namens Carver
18. Verdächtige
19. Zurück zum Schrottplatz
20. Bootsie packt aus

Milch, Blut und Eiscreme
"Onkel Titus! Ich -" Weiter kam Justus Jonas nicht. Die Flasche schlug auf dem Boden auf. Es war eine gewöhnliche Plastikflasche mit Reinigungsmittel. Der blaue Deckel zerbrach beim Aufprall. Justus konnte gerade noch zur Seite springen. Weisse Flüssigkeit spritzte auf. Im Gang des Supermarktes breitete sich sofort ein beissender Geruch aus.
"'tschuldigung", murmelte ein Mann mit Sonnenbrille. Auf seinem Arm stapelten sich bereits eine Milchpackung, ein Tablettenröhrchen und mehrere Chipstüten. Der Mann versuchte, seine Einkäufe wieder ins Gleichgewicht zu bringen, aber die Tabletten rutschten ihm nun ebenso aus den Händen wie zuvor das Reinigungsmittel. Das Röhrchen fiel auf den Boden, rollte davon und blieb vor einer Kühltruhe liegen. Der Mann stöhnte kurz auf, doch dann schlurfte er davon. Dabei wurden seine Schritte immer schneller.
"Halt, warten Sie!", rief Justus' Freund Peter Shaw. "Sie haben etwas vergessen." Doch der Mann steuerte hastig den Ausgang an.
"He«, rief ihm die Kassiererin hinterher. "Soll ich jetzt die Sauerei allein wegmachen? Und bitte erst zahlen!"
"Ich habe nichts gekauft", beteuerte der Mann, während er ins Freie stürzte und dabei die Chipstüten von sich warf.
"Das gibt Haus verbot!", verkündete die Verkäuferin genervt. Doch da schloss sich bereits die Tür hinter dem Mann.
"Was hatte der denn?", fragte Bob Andrews, der dritte Detektiv der drei ???, verwundert.
Justus sah seinen Onkel an. "Er hat die Flasche in dem Moment fallen gelassen, als ich dich gerufen habe."
Peter nickte. "Stimmt. Er hat Sie kurz angestarrt, Mr Jonas. Und schon rutschte ihm das Ding aus den Händen."
Nervös rückte Onkel Titus seine Mütze zurecht. Darauf stand in roten Buchstaben "Gebrauchtwarencenter T. Jonas". Die Mütze hatte Justus seinem Onkel zum letzten Geburtstag geschenkt und der trug sie seitdem bei seinen Trödel-Touren durch Kalifornien. So wie auch heute.
"Seltsam", fand Bob. Mit spitzen Fingern hob er die tropfende Flasche auf. Ein Aufkleber warb damit, dass "Clean Xtreme mit dem Power- Enzym" selbst hartnäckige Eiweissflecken entfernen konnte - zum Beispiel von Milch, Blut oder Eiscreme.
Die blonde Frau hinter der Kasse stand auf. Langsam griff sie nach einer Rolle Haushaltspapier. "Unmöglich! Der Typ betritt diesen Laden nicht mehr!"
"Kennen Sie ihn?", wollte Justus wissen. Die Wahrscheinlichkeit war hoch. Carmine Falls, der Ort, in dem sie sich befanden, war winzig - ein verschlafenes Nest, das kaum mehr als tausend Einwohner haben mochte.
"Seine Frau hat mal hier gejobbt", erklärte die Kassiererin, während sie langsam in die Knie ging und halbherzig mit einem Tuch im Reinigungsmittel herumtupfte. "Aber Jolene hat schlampig gearbeitet und im Lager geraucht. Da hat der Chef sie rausgeworfen."
"Und der Mann?«, fragte Bob, der noch immer die Flasche mit dem Clean Xtreme in den Fingern hielt.
"Das war Perceval Abemathy", murmelte die Kassiererin. Sie wischte angewidert in der Lache herum. "Der ist auch nicht besser als seine Frau. Die Abernathys machen nur Arger." Damit stapfte sie davon, um einen besseren Lappen zu holen.
Bob sah nachdenklich zum Ausgang. Der Mann war inzwischen über alle Berge. "Mr Abernathy scheint sich vor deinem Onkel erschreckt zu haben", sagte er schliesslich zu Justus. "Vielleicht hat er ihn mit jemandem verwechselt."
Onkel Titus schüttelte missmutig den Kopf. "Ich glaube nicht, dass er mich verwechselt hat."
Dann fügte er leise hinzu: "Er hat mich erkannt."
Die drei ??? halfen Onkel Titus, die Einkaufstüten im Lastwagen zu verstauen...

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